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Foto: Seekatz

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Labskaus gehört vermutlich zu den interessantesten kulinarischen Erfahrungen, die ein Binnenländer im Laufe seines Lebens machen kann, schon rein optisch. Nicht wenige hält der Anblick allerdings davon ab, das Gericht überhaupt zu probieren, was bei Hamburgern und Norddeutschen auf wenig Verständnis stößt – schließlich ist das ihr “Nationalgericht”! Für diejenigen, die nicht wissen, was Labskaus ist, hier die Erklärung des Hamburg-Lexikons: “… ein Eintopf aus gestampftem Pökelfleisch und gestampften Kartoffeln als Grundrezept. Nach Belieben werden Zwiebeln, Salzgurken, Rote Bete dazugemischt oder separat serviert, ebenso möglich sind Matjes oder saure Heringe sowie Spiegeleier …”. Na, schon Appetit bekommen? Es gibt übrigens einen Weltrekord im Labskaus-Essen, 2005 aufgestellt bei einer Veranstaltung in Wilhelmshaven. Damals wurden an einem einzigen Tag 10.627 Portionen von den Besuchern verdrückt, die eigens zu diesem Zweck angereist waren. Aus ganz Norddeutschland halt.

In der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift mare erzähle ich etwas über den Ursprung dieses alten Seefahrergerichts, das Hamburger Landratten vor dem 19. Jahrhundert noch völlig unbekannt war, und warum es keinen Sinn hat, das Wort Labskaus ins Englische übersetzen zu wollen. Meine Spurensuche hat mich (vorerst leider nur gedanklich) ins Baltikum geführt, wo zwar heute niemand etwas isst, das Labskaus heißt, das für mich aber trotzdem die Wiege dieses Eintopfs ist.

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Ganz real war ich im Old Commercial Room in Hamburg, zu dessen Spezialitäten Labskaus gehört, und ich habe es dort völlig unerschrocken auch gegessen. Ich muss sagen: Es schmeckt auf jeden Fall besser als es aussieht. Das Rezept gibt es auch in mare, falls es jemand nachkochen will.

Ansonsten enthält die aktuelle Ausgabe interessante Reportagen, zum Beispiel 26 Seiten über die Trinkwasserknappheit in Bangladesch, oder zum Schwerpunktthema Luxusyachten.

Die Zeitschrift erscheint im mareverlag, Heftpreis 8,50 Euro.

Link: Der mare-Artikel bei Spiegel online